Auswirkungen von Altersdiversität

Im ersten Artikel zum Thema Altersdiversität wurden grundlegende Begriffserklärungen gegeben. Nachfolgend werden nun die Auswirkungen der Altersdiversität dargestellt.
 

Grundsätzlich ist zu sagen, dass durch die Zusammenarbeit von Personen unterschiedlichen Alters sowohl positive als auch negative Auswirkungen entstehen.
 

Negative Auswirkungen:
Ausgehend von verschiedenen Forschungsansätzen entstehen positive und negative Stereotypisierungen.  Für die Altersdiversität bedeutet das, dass eine hohe Diversität Vorurteile und Konflikte hervorruft. So entstehen Vorurteile gegen ältere und auch jüngere Menschen, die vor allem von Unflexibilität oder auch Sturheit in Bezug auf Veränderungen handeln. Aber auch gegen jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt es Vorurteile bezüglich ihrer sozialen Kompetenzen, Erfahrungen oder der Geduld.*

Des Weiteren ist die Altersdiskriminierung besonders bei der Zusammenarbeit von Personen unterschiedlichen Alters stark vertreten.  Diese Auswirkungen kommen zustande, da Personen sich und andere in unterschiedliche Gruppen unterteilen. Die Unterteilung beeinflusst eine Abgrenzung jeder, die „anders“ sind. Denn Mitarbeiter*innen gleichen Alters fühlen sich stärker zueinander hingezogen, da sie sich in derselben Karrierephase befinden.* Diese Diskriminierung verursacht eine Verschlechterung der Effektivität der Gruppenzusammenarbeit.
 

Positive Auswirkungen:
Zu den positiven Auswirkungen kann man vor allem die bessere Zusammenarbeit zählen. So haben ältere Personen mehr Erfahrungen und bessere soziale Kompetenzen.* Im Gegensatz dazu haben jüngere Arbeitnehmer*innen mehr Kenntnisse im technischen Bereich. Durch die unterschiedlichen Charakteristika und Erfahrungen ist es möglich, dass Aufgaben und Probleme besser bewältigt werden können. Altersdiversität trägt also zur Kreativität und Entscheidungsfindung bei.*

Der zweite positive Punkt, der aus einer großen Altersspanne zwischen den Arbeitnehmer*innen resultiert, ist der, dass es zu weniger emotionalen Konflikten kommt. Das heißt, dass bei einem heterogenen Team die Mitarbeiter*innen weniger um Anerkennung und Beförderung konkurrieren.*

*Quelle:  Nguyen, A. (2017). Altersdiversität in Arbeitsteams – Inwieweit wirkt sich die Zusammenarbeit von Jung und Alt auf die Arbeitszufriedenheit aus? Unveröffentlichte Bachelorarbeit, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

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